Panzer schlägt Spiderman – Spielevorstellung

Ich hab es die Tage ja schon kurz angekündigt, ich halte nun also ein „Marvel TopTrumps“, das ist anscheinend der neudeutsche Begriff für Quartettspiele, in der Hand.

Dieses stammt vom Düsseldorfer Spieleverlag ‚Winning Moves“, über dessen Facebookseite es dieses Spiel zu gewinnen gab. Winning Moves lebt vom Kauf von Lizenzen, erwirbt also die Rechte dafür, Namen, Logos und Fotos bekannter Serienhelden auf seine Spiele zu klatschen. In diesem Fall ist es nun das Recht, 30 Charaktere aus dem Universum der MARVEL-Superhelden im Quartett gegeneinander „kämpfen“ zu lassen – eine Kartenspielform welche ich schon seit Kindheit nicht mehr auf dem Schirm hatte.

Wer es nicht (mehr?) kennt: Gespielt wird mit mindestens zwei Personen, von der jeder die gleiche Anzahl Karten erhält.

Jeder Karte und somit jedem Charakter sind verschiedene statistische  Werte zugeordnet. Der Spieler an der Reihe bestimmt eine Kategorie in dem er seine Katze favorisiert sieht. Als Kind hatte ich zB Quartettspiele mit Formel 1-Fahrzeugen, Lokomotiven und Panzern – was auch immer ein Kind mit Panzerillustrationen zu schaffen hat.

Dachte man also seine Lok oder sein Formel 1-Bollide wären besonders schnell, nahm man seinen Geschwindigkeitswert, beim Panzer vielleicht die Munitionskapazität. Konnte man seinen Gegner somit übertrumpfen, erhielt man seine Karte. Wer am Ende alle Karten besaß, hatte gewonnen – ganz simpel also.

Dieses Spielprinzip setzt Winning Moves also fort und hat mittlerweile Dutzende von Themen von Sport über Comics bis zu Film und Fernsehen zur Auswahl. Im der Superheldenadaption begrüßen einen illustre Charaktere wie Daredevil, Spiderman, Captain America oder Hulk, welche auf gutverarbeiteten und recht stabilen Karten auch sehr poppig und klasse gezeichnet rüberkommen, ist halt die beliebte Comic-Grafik.

Doch ich habe ein Problem mit diesem Vergleichsspiel. Es ist leider einfach viel zu beliebig. Ich bin es gewohnt, früher mit handfesten Daten gespielt zu haben. Zahlen, Statistiken und Werte welche überprüfbar und auch zu vergleichen sind. Um sich zu vergleichen treten die Figuren hier in Kategorien an wie Größe, Stärke, Witz, Mystik und dem sogenannten TopTrumps-Faktor, welcher jeder eine Zahl zugeordnet hat – wie das aussieht kann man den gezeigten Beispielkarten entnehmen. Keine Erklärung was eine Größe von 10 heißen soll, kein Hinweis wie man „Mystik 30“ interpretieren soll, kein gar nichts. Für knapp 5 Euro bietet zumindest dieses Spiel nichts was irgendwie Spaß bereitet für Kinder über 29 – wie mich. Schade um die Lizenz.

Wer schon unbedingt gerne Superhelden miteinander vergleichen mag, dem sei eher Cardline:Marvel aus dem Asmodee-Verlag ans Herz gelegt. Dieses bietet 110 Charaktere aus dem Universum in den drei Kategorien Stärke, Intelligenz und Kampferfahrung. Dazu ist das vergleichen miteinander viel schöner ins Spiel eingebunden. Außerdem hat der Asmodee-Verlag sein deutsches Büro im viel schöneren Essen.

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