Vorbereitung ist alles – MEINE Ratinger Spieletage 2017.

20170408_132600Die Türen der Dumeklemmerhalle in Ratingen schließen sich an diesem Sonntag, kurz nach 18 Uhr. Wieder ein Wochenende im Rahmen der Ratinger Spieletage ist hinter uns gebracht. Wieder kehrt Ruhe ein, wo zwei Tage lang knapp 2000 Menschen lachten, fluchten, nachdachten und Spaß hatten. Wenn sich soviele Erwachsene und Kinder auf einem Haufen treffen und sich in Fantasiewelten begeben und andere Charaktere spielen, ist entweder Karneval hier im Rheinland oder es offenbart sich die komplette Palette der Brettspielwelt in der Stadthalle des Düsseldorfer Vorortes. Ich habe die Spieletage, gut geplant, besucht.

Gestern und heute war hier also Brettspielzeit. Für mich auch die erste Großveranstaltung, welche ich nicht als Besucher, Spieler oder „Fan“ besuchte, sondern mich schon lange Zeit vorher drauf vorbereitete. Wie bei anderen Veranstaltungen wollte ich nicht den Fehler begehen und mir wirklich alles unbedingt anschauen wollen müssen, sondern ich wartete schon vor Wochen gespannt vorallem auf die Veröffentlichung der Autorenliste. Schon schnell kristalisierten sich dort die Kandidaten heraus, mit denen ich unbedingt reden wollte. Sei es, weil ich deren bisheriges Schaffen mehr als überzeugend finde und ein großer Liebhaber ihrer Werke bin (Thomas Spitzer), weil sie aufgrund ihrer langjährigen Zugehörigkeit zur Brettspielszene beeindruckende Persönlichkeiten sind (Martin Schlegel) oder weil sie einfach extrem coole Menschen abgeben (Meg Griffin).

Gut zwei Monate vor den Spieletagen ging es also schon los mit meinen Planungen. Ich habe die ersten Termine mit meinen favorisierten Gesprächspartnern arrangiert, diese kontaktiert und vorgeschlagen was ich gerne mit ihnen bereden möchte und wir einigten uns allesamt recht unkompliziert auf ungefähre Uhrzeiten – gerade bei großen Menschenansammlungen sind Termine halt eh nur ungefähre Richtwerte und können gar nicht auf die Minute genau wahrgenommen worden.

So ging es also am ersten Messetag, dem Samstag, frisch ausgeschlafen nach Ratingen. Da ich aus zuverlässiger Quelle erfahren habe dass eine klitzekleine Miniauflage der „Ruhr Valley“ Erweiterung zu Thomas Spitzer´s Haspelknecht beim AllGames4You Verkaufsstand zu haben seien sollte, wollte ich möglichst als einer der ersten vor Ort sein um mir diese zu sichern. Dann die Ernüchterung: Vom Objekt meiner Begierde nichts zu sehen, nur zahlreiche weitere Neuheiten, welche mich in dem Moment nicht wirklich interessierten. Aber ich konnte aus dem Augenwinkel einen noch unausgepackten Karton sehen und ließ es drauf ankommen. Kurz nachgefragt ob es DAS Paket wäre, und es war DAS Paket. „The Ruhr Valley“ wurde an mich genommen.

20170409_002037-1Da die Spieletage in Ratingen nur aus einem kleinen und einem etwas weniger kleinen Saal bestehen, sind die Spieletage auch eine Veranstaltung der ganz kurzen Wege. Vom Verkaufsstand einmal rechts abgebogen war ich schon im Angermund-Saal, welcher hauptsächlich die Spieleautoren beheimatete. Hier saßen praktischerweise auch alle, mit denen ich mich unterhalten wollte, direkt nebeneinander. Die Gespräche mit Thomas, Meg und Herrn Schlegl offenbarten allesamt so einige interessante Neuigkeiten, welche ich in den kommenden Tagen und Wochen noch alle verarbeiten werde. Natürlich habe ich mir The Ruhr Valley anlässlich des Gespräches mit Thomas Spitzer auch direkt signieren lassen. Damit bin ich nun wahrscheinlich einer von maximal acht Personen, die eine der offiziell noch unveröffentlichten Haspelknecht-Erweiterungen „The Ruhr Valley“ besitzen – mit Autogramm des Autoren. Der Titel wird regulär erst wohl im Mai veröffentlicht werden.

Autogramm, Interviews, Prototypenvorstellungen, erzählte Anekdoten, Neuheiten und freundliche Gespräche, eine Mischung die selbst einen stressigen Tag noch sehr angenehm gestalten. Näheres dazu aber in den nächsten Wochen. Aber auch abseits der geplanten Termine gab es so einige nette Gespräche. Menschen die man sonst nur aus dem Internet kennt, Menschen mit denen man sich in Facebookgruppen wie der „Brettspielwiese“ austauscht ohne sich je gesehen zu haben oder Menschen, die einen bloß von Fotos kennen und einen daraufhin ansprechen. Die Spieletage bieten einfach eine wunderbare familiäre Atmosphäre. Gerade die Nutzer der Brettspielwiese hatten ihren Treffpunkt. Am Stand des Spielverlages Numbskull Games hang wie schon zur Messe in Essen das große Brettspielwiese-Plakat – alle Nutzer dieser über 1000 Personen starken Facebook-Gruppe durften sich dort verewigen. Auch wenn sich viele offenbar nicht getraut haben ist es trotzdem schön über diesen Weg zueinander zu finden. Viel zu oft kreuzen sich manche Wege in der Vergangenheit, ohne dass es einem in diesem Moment bewusst war.20170408_175156

Was bleibt ist ein wunderbares Gefühl, viele hinzugewonnene Eindrücke und die Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen der nächsten Wochen und Monate. Remscheid steht vor der Tür, der Herner Spielewahnsinn wartet und Essen ist ja auch schon fast in Reichweite. Und bis die Planungen für Ratingen auch schon wieder 2018 beginnen, wird es auch nicht mehr lang hin sein. Solange ist erstmal wieder Ruhe, hier im Rheinland.

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4 Kommentare zu „Vorbereitung ist alles – MEINE Ratinger Spieletage 2017.“

  1. Toller Bericht! Ich habe mir auch am Sonntagmorgen direkt The Ruhr Valley gesichert – und eine Runde mit Thomas Spitzer gespielt (der uns natürlich abgezogen hat :). Aber eine wichtige Frage: Den Herner Spielewahnsinn kenne ich ja, aber was ist denn in Remscheid?

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    1. Gegen Thomas habe ich nach unserem gemeinsamen Interview seinen Bierspiel-Prototypen gespielt 🙂 In Remscheid findet an besagtem Wochenende die KlingenCon statt, anlässlich derer ich mit Daniel Frese („Intervention“) dort verabredet bin. Danke für die netten Worte, Oliver 🙂

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  2. […] Genau wie ich trieb sich Oliver vom Blog bretterwelten.de sich auf den Ratinger Spieletagen am Tisch von Spieleautor Thomas Spitzer herum. Genau wie ich war er von Thomas´Schaffen begeistert und genau wie ich hat er sich dessen „Ruhrtal“-Erweiterung für den Haspelknecht noch vor Ort gekauft. Im Gegensatz zu mir hat er sich aber in Ratingen auf eine Partie der neuen Erweiterung mit dem Autor und Stefan aus den Niederlanden eingelassen – mit beiden spielte ich wiederrum eine Partie eines neuen Prototypen, welchen ich beizeiten noch kurz vorstellen werde. Umso schöner dass sich Oliver bereit erklärte,  ein paar Worte für die Neuerscheinung zu verfassen. Ich hab ja bereits zur Genüge  liebevoller Worte für den Haspelknecht gefunden.   […]

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