1960 – The Making of the President (GMT) – Jason Matthews und Christian Leonhard

  • 20708162_489421931395471_6126593303286187438_nIn Greensboro (North Carolina) veranstalten afroamerikanische Studenten das weltweit erste Sit-in. Mit dem Sitzstreik protestieren sie gegen das Reservieren eines Restaurants ausschließlich für Weiße
  • Cassius Clay wird Olympia-Sieger
  • und am 8. November 1960 siegt der Republikaner Richard Nixon in einer knappen Entscheidung über den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John F. Kennedy und wird in balde seinen Posten als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika einnehmen…..

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Volle Schwerkraft voraus…

15 Kilometer trennen die beiden Städte Essen und Oberhausen voneinander, knapp vierzig mal so viel sind es von Oberhausen bis nach Berlin, und wer von Oberhausen zum Mars will sollte noch ne Schüppe drauf legen – je nach Stand der Planeten schwankt die Entfernung gewaltig zwischen 56 und 401 Millionen km. Ihr wisst das, machmal, aber auch nur ganz manchmal, bewegen sich die Planeten Erde und Mars von ganz alleine aufeinander zu und wieder voneinander weg. In knapp 75 Millionen Kilometern Entfernung zog der Rote Planet am 30. Mai letztes Jahr über den Nachthimmel vorbei und bewegte sich damals so nah wie seit vielen Jahren nicht mehr auf uns zu.

Das sich AUF den Planeten Erde und Mars etwas bewegt, dafür sorgt zusätzlich seit einigen Jahren der Schwerkraft Verlag aus Oberhausen. Weiterlesen „Volle Schwerkraft voraus…“

ReiseSpiele – SpieleReise

Essen-Busbahnhof-0Karin Janner von Spieltz.de hat gerufen, und alle strömen heran. Über ihre Internetseite und via Facebook hat sie zur Blogparade eingeladen. Passend zur Urlaubszeit sammelt sie Beiträge zum Thema „Reisespiele“ – klar dass ich auch eine Anekdote dazu beisteuern möchte – um verschiedene Arten der Reise soll es bei mir gehen. Meine Reisen führen mich immer über den Internationalen Busbahnhof in Essen/Ruhr.

Eine in der Summe rund 1000km lange Strecke bin ich nämlich jeden Monat unterwegs um meinen Herzensmenschen regelmäßig zu besuchen. Fernbeziehung sei Dank. Weiterlesen „ReiseSpiele – SpieleReise“

Twilight Struggle / Gleichgewicht des Schreckens (GMT / UGG Games) – „…the children of tomorrow dream away, in the wind of change…“

edfWir sitzen wir uns gegenüber. Es riecht nach Schweiß. Diese Art von Schweiß die man nicht an einem hitzigen Sommertag oder nach überstandener Maloche vergießt, sondern der Schweiß der Angst. Es schwirrt über unseren Köpfen, als wäre die Luft elektrisch aufgeladen. Nichts weiter als mein Bruder, Ich und ein Spiel – „Das Gleichgewicht des Schreckens“ – beherbergt dieser Raum…. Weiterlesen „Twilight Struggle / Gleichgewicht des Schreckens (GMT / UGG Games) – „…the children of tomorrow dream away, in the wind of change…““

Meine Top 10 der über alles geliebten Brettspiele, welche ich niemals verkaufen würde. Für kein Geld der Welt – niemals.

Weder stinkt Geld noch kann der Volksmund diesem absprechen, nicht die Welt zu regieren. Wir zahlen damit schließlich regelmäßg so grundlegende und überlebensnotwendige Dinge wie Nahrung, unsere Miete – natürlich auch unsere Brettspiele, die wir uns daraus kaufen können. Dafür arbeiten wir schließlich. Mein Job ermöglicht mir die kleinen Träume, Wünsche und Notwendigkeiten zu erfüllen. So sehr ich das Hobby Brettspiel allerdings auch mag, so scheue ich mich nicht mehr davor Spiele, die lange Zeit nicht gespielt wurden auch wieder zu verkaufen – ich brauche keine Spielesammlung von mehreren hundert Titeln, welche komplett mein Wohnumfeld in Beschlag nimmt. Erst aktuell hab ich in zwei Schüben 10 Titel verkauft, der Umsatz wurde allerdings auch direkt wieder reinvestiert.

Wenn das Geld knapp ist oder man auf die Ermöglichung eines großen Wunsches spart, ist jedes Mittel recht. Dennoch gibt es auch Dinge, die unbezahlbar sind: Emotionen sind ein Teil dieser nicht-bezifferbaren Werte. Manche meiner Spiele wecken soviele Erinnerungen und Gefühle in mir, dass es mir weh tun würde diese zu verkaufen.

Manche davon sind sicher nicht die besten Spiele der Welt, sind weder selten noch beneidet mich jemand um diese. Dennoch, ich liebe jede einzelne dieser Ausgaben für die erlebten Momente, für die Bedeutung des Titels, für die Verbindung zum Schenkenden – für die wundervollen Jahre mit ihnen im Regal – und es würde mich zum Heulen bringen, würde eines von ihnen jemals fehlen…  Deswegen gibt es heute meine „Top 10 der Brettspiele, welche ich niemals verkaufen würde“. Weiterlesen „Meine Top 10 der über alles geliebten Brettspiele, welche ich niemals verkaufen würde. Für kein Geld der Welt – niemals.“

Der Wahnsinn in Herne

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Blackfire Erklärbär Fabian – aus der Facebookgruppe „Brettspielwiese“ (https://www.facebook.com/groups/1648593545425131/)

Samstag, 13.00 Uhr – Feierabend auf der Arbeit und hinein ins ganz kurze Wochenende. Für´s nach Hause fahren bleibt keine Zeit, der Herner Spielewahnsinn wartet nicht und manche Dinge schiebt man nicht weiter nach hinten. Nur ganz kurz frischgemacht, Wechsel-T-Shirt übergezogen und weiter. Das Taxi stand auch schon bereit und meine Herner Reisegruppe wartete – es konnte losgehen. NRWs zweitgrößte Spielemesse, der Herner Spielewahnsinn startete auch für mich.  Weiterlesen „Der Wahnsinn in Herne“

„Essen Spielt“ – Spielekultur trifft auf Industriekultur

Während anderswo am Samstag Mittag die Einkäufe für die kommende Woche erledigt werden, trifft man sich in Essen um zu Spielen. Der Fachhändler AllGames4You lud heute zu „Essen Spielt“ ein – eine von mehreren im Jahr stattfindenden Veranstaltungen im benachbarten kirchlichen Gemeindehaus in Essen-Überruhr, idyllisch gelegen an der Ruhr und im Schatten der ehem. Zeche Heinrich.

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Thomas Spitzer´s Prototyp zu einem neuen Strategiespiel im Ruhrgebiet (#1)

17855034_1084423398329996_3693821223667526519_o (1)„Komm, spielst du mit?“ – Da sagte ich natürlich nicht ´Nein´ – Thomas Spitzer lud mich auf den Ratinger Spieletagen dazu ein, an seinem aktuellen Prototypen mitzuspielen. Hervorgegangen aus einem früheren Projekt namens „Vom Alt zum Pils“ ist dieses Projekt, welchem nur noch das Thema gemein ist. Es geht um Bier. Und wie es für Thomas Spitzer bekannt ist, das Ruhrgebiet. Ursprünglich sollte es in diesem Prototypen darum gehen verschiedene Biersorten zu brauen – dies sollte geschehen durch das Erwirtschaften und Handeln von Rohstoffen wie Weizen, Hopfen und Wasser. In einer Sackgasse angelangt hat Thomas das ganze Spiel verworfen und aufbauend auf Mechanismen von Kohle & Kolonie noch einmal neu begonnen.

Während der Spieletage spielten wir eine Partie mit drei Teilnehmern: Thomas selbst, einem Freund von ihm und mir. Jeder Spieler führt ein Kombinat aus verschiedenen Kleinstbrauereien im frühen Ruhrgebiet an. Kleine, noch unabhängige Brauereien in Städten wie Witten, Hattingen, Herne, Bochum oder Essen stellen die Auswahl derer dar. Die Spieler kaufen diese als Quelle zum Geldeinnehmen, sie lassen sich aufwerten um noch mehr Geld zu erwirtschaften. Es lassen sich eigene Arbeiter einsetzen um in der Brauerei zu arbeiten oder die Brauereien lassen sich mit Dampfmaschinen aufrüsten. Im Laufe der Spielzeit werden die Kleinstbrauereien einer Stadt, wie in der historischen Realität, zu größeren Industrien zusammengelegt. In diesen Konsolidierungsphasen bieten die Spieler in Auktionen gegeneinander, um die Mehrheit in den neu entstandenen Brauereien zu erringen. Neu entstandene Brauereien, aufgewertete Industrien und errungene Biersorten bringen Siegpunkte.

Dan

17855566_1084423471663322_1001839505393195528_oIm derzeitigen Zustand, einer sehr frühen Version, ist die Nähe zu Kohle & Kolonie noch dermaßen präsent dass selbst Thomas sich immer wieder verhaspelt und „Brauerei“ mit „Zeche“ durcheinanderwirft – sehr charmant. Auch Großteile des restlichen Spieles erinnern massiv an Kohle & Kolonie. Ich möchte in den nächsten Wochen und in loser Reihenfolge gerne mal den ein oder anderen Blick auf das neue Projekt werfen und schauen wie es sich entwickelt. Weg von Kohle & Kolonie, vielleicht hin zu einem neuen Strategiekracher. Dann gibt’s auch mehr zu den Regeln und Mechaniken.

Eure Armut kotzt mich an!

umweltHalt Stopp, natürlich möchte ich jetzt nicht über arme oder geldbewusste Menschen herziehen. Mit diesem, durchaus provokanten Titel, möchte ich aber schon auf eine aktuelle Problematik aufmerksam machen: Die Gier nach der x-ten Rabatt-Aktion der großen Warenversandhändler und diese widerwertigen Schnäppchenschlachten – höchst asoziale Preise für unser liebstes Hobby. Sparsamkeit, die letztendlich genau die falschen trifft.

Wir alle sparen gerne Geld, wir sind froh wenn wir das ein oder andere Schnäpchen machen dürfen, wenn wir klug verhandeln, wenn wir im Brettspielladen um die Ecke wieder was günstiges mitnehmen dürfen. Jedes Angebot befriedigt das Belohnungssystem unseres Gehirnes. Billig einzukaufen lässt unser Gehirn Endorphine ausstoßen – körpereigene Glückshormone, die uns signalisieren dass wir glücklich haben zu seien sollen. Also nehmen wir die Schnapper gerne mit. Alles super also. Nirgends klappt das ganze jedoch so schnell und einfach wie im Internet, bequemer und fixer als im Geschäft – noch dazu hat nicht jeder eines in seiner Stadt. Das lange gesuchte Brettspiel für deutlich unter dem normalen Einkaufswert? Ab in den digitalen Warenkorb. Jeder Einkauf mit 20%, 30%, 40% Rabatt? Her damit. Und wieder wurde unser Glückshormon ausgeschüttet und wir nach einem stressigen Tag befriedigt. Was ist das für ein geiles Gefühl, wenn der Online-Händler mit Gutscheinen um sich schmeißt. Und wir als Käufer haben den ja mal voll abgezockt, weil wir so günstig wie nie bei ihm eingekauft haben. Weiterlesen „Eure Armut kotzt mich an!“