Essen, Shut up and Take my Money – Meine ausländischen Spielemesse-Highlights 2017

davDer Countdown läuft, der Endspurt beginnt jeden Moment. Ich zähle nochmal nach, aber mein Kalender lügt eigentlich nicht: In 31 Tagen beginnt mit der Essener Spielemesse das alljährliche Mekka der Brettspielliebhaber. Die SPIEL 2017 zieht Jahr für Jahr neben den zahlreichen in Deutschland ansässigen Firmen auch etliche Autoren, Spieleverlage und Illustratoren aus dem Ausland an um ihre Neuheiten vorzustellen. Unter diesen Neuheiten hab ich mir eine handvoll ausgesucht, welche mir gefallen könnten.  Oftmals ist die Spielemesse die einzige Möglichkeit, an manche der ausländischen Importspiele heranzukommen. Sei es dass sie schnell ausverkauft sind und nie wieder produziert werden, kein deutscher Verlag Interesse zeigt oder die Portokosten am Ende den Wert des Spieles um ein vielfaches übersteigen. Bedingung, in diese Aufzählung zu kommen war halt, dass die Veröffentlichung im Ausland erfolgt(e). Weitere Empfehlungen werde ich beizeiten noch ergänzend vorstellen. Auch ein paar deutsche Spiele hab ich im Auge, klar. Nun aber zu meinen ganz persönlichen ausländischen Highlights: Weiterlesen „Essen, Shut up and Take my Money – Meine ausländischen Spielemesse-Highlights 2017“

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Volle Schwerkraft voraus…

15 Kilometer trennen die beiden Städte Essen und Oberhausen voneinander, knapp vierzig mal so viel sind es von Oberhausen bis nach Berlin, und wer von Oberhausen zum Mars will sollte noch ne Schüppe drauf legen – je nach Stand der Planeten schwankt die Entfernung gewaltig zwischen 56 und 401 Millionen km. Ihr wisst das, machmal, aber auch nur ganz manchmal, bewegen sich die Planeten Erde und Mars von ganz alleine aufeinander zu und wieder voneinander weg. In knapp 75 Millionen Kilometern Entfernung zog der Rote Planet am 30. Mai letztes Jahr über den Nachthimmel vorbei und bewegte sich damals so nah wie seit vielen Jahren nicht mehr auf uns zu.

Das sich AUF den Planeten Erde und Mars etwas bewegt, dafür sorgt zusätzlich seit einigen Jahren der Schwerkraft Verlag aus Oberhausen. Weiterlesen „Volle Schwerkraft voraus…“

ReiseSpiele – SpieleReise

Essen-Busbahnhof-0Karin Janner von Spieltz.de hat gerufen, und alle strömen heran. Über ihre Internetseite und via Facebook hat sie zur Blogparade eingeladen. Passend zur Urlaubszeit sammelt sie Beiträge zum Thema „Reisespiele“ – klar dass ich auch eine Anekdote dazu beisteuern möchte – um verschiedene Arten der Reise soll es bei mir gehen. Meine Reisen führen mich immer über den Internationalen Busbahnhof in Essen/Ruhr.

Eine in der Summe rund 1000km lange Strecke bin ich nämlich jeden Monat unterwegs um meinen Herzensmenschen regelmäßig zu besuchen. Fernbeziehung sei Dank. Weiterlesen „ReiseSpiele – SpieleReise“

Meine Top 10 der über alles geliebten Brettspiele, welche ich niemals verkaufen würde. Für kein Geld der Welt – niemals.

Weder stinkt Geld noch kann der Volksmund diesem absprechen, nicht die Welt zu regieren. Wir zahlen damit schließlich regelmäßg so grundlegende und überlebensnotwendige Dinge wie Nahrung, unsere Miete – natürlich auch unsere Brettspiele, die wir uns daraus kaufen können. Dafür arbeiten wir schließlich. Mein Job ermöglicht mir die kleinen Träume, Wünsche und Notwendigkeiten zu erfüllen. So sehr ich das Hobby Brettspiel allerdings auch mag, so scheue ich mich nicht mehr davor Spiele, die lange Zeit nicht gespielt wurden auch wieder zu verkaufen – ich brauche keine Spielesammlung von mehreren hundert Titeln, welche komplett mein Wohnumfeld in Beschlag nimmt. Erst aktuell hab ich in zwei Schüben 10 Titel verkauft, der Umsatz wurde allerdings auch direkt wieder reinvestiert.

Wenn das Geld knapp ist oder man auf die Ermöglichung eines großen Wunsches spart, ist jedes Mittel recht. Dennoch gibt es auch Dinge, die unbezahlbar sind: Emotionen sind ein Teil dieser nicht-bezifferbaren Werte. Manche meiner Spiele wecken soviele Erinnerungen und Gefühle in mir, dass es mir weh tun würde diese zu verkaufen.

Manche davon sind sicher nicht die besten Spiele der Welt, sind weder selten noch beneidet mich jemand um diese. Dennoch, ich liebe jede einzelne dieser Ausgaben für die erlebten Momente, für die Bedeutung des Titels, für die Verbindung zum Schenkenden – für die wundervollen Jahre mit ihnen im Regal – und es würde mich zum Heulen bringen, würde eines von ihnen jemals fehlen…  Deswegen gibt es heute meine „Top 10 der Brettspiele, welche ich niemals verkaufen würde“. Weiterlesen „Meine Top 10 der über alles geliebten Brettspiele, welche ich niemals verkaufen würde. Für kein Geld der Welt – niemals.“

Der Wahnsinn in Herne

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Blackfire Erklärbär Fabian – aus der Facebookgruppe „Brettspielwiese“ (https://www.facebook.com/groups/1648593545425131/)

Samstag, 13.00 Uhr – Feierabend auf der Arbeit und hinein ins ganz kurze Wochenende. Für´s nach Hause fahren bleibt keine Zeit, der Herner Spielewahnsinn wartet nicht und manche Dinge schiebt man nicht weiter nach hinten. Nur ganz kurz frischgemacht, Wechsel-T-Shirt übergezogen und weiter. Das Taxi stand auch schon bereit und meine Herner Reisegruppe wartete – es konnte losgehen. NRWs zweitgrößte Spielemesse, der Herner Spielewahnsinn startete auch für mich.  Weiterlesen „Der Wahnsinn in Herne“

Fiese Fragen

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„Das ist gemein, das ist eine fiese Frage“. Meg Griffin lacht. Dabei war die Frage die ich ihm anlässlich unseres Interviews auf den Ratinger Spieletagen vor einigen Wochen stellte, eine eigentlich recht simple. „Wenn du die Wahl hättest: Geld verdienen als Musiker oder als Spieleautor?“ wollte ich von ihm wissen. Man merkt ihm an wie hin- und hergerissen er ist. Eine Hin- und Hergerissenheit, welche sich scheinbar durch viele Ebenen zieht, und doch immer auf dem gleichen Boden aufbaut. Pures Engagement, Leidenschaft und Enthusiasmus, für alles was er anfängt.

Auf der einen Seite der Spieleautor, der den Prototypen seines Abenteuer/Heldenspiels Operation C seit Jahren immer wieder entwickelt und ausbaut, der hunderte Kilometer im Jahr reist um sein Spiel der Öffentlichkeit zu präsentieren und der auch nach stundenlangem Spielen immer noch die selbe kindliche Freude ausstrahlt, die Regeln zu erklären und über sein Spiel zu reden. Ein Brettspiel welches durch seine zahlreichen Anspielungen an Filme, Bücher und Videospiele aus Markus´s Kindheit eine spielgewordene Jugenderinnerung von ihm ist.

Und auf der anderen Seite die Rampensau, welche mit ihrem infernalischen Geschrei im Dienste der Death/Thrash-Metal-Band Pherese seit 2016 die Bühnen und Wände auch weit über ihre Lüdenscheider Heimat hinaus erzittern lässt. „Vom jetzigen Standpunkt aus würde ich sagen dass es in beiden Branchen schwer ist, Geld zu verdienen“, bleibt Markus realistisch. Eine realistische und zeitnahe Möglichkeit sein Brettspiel zu veröffentlichen sieht er genauso wenig wie die Möglichkeit, mit Musik Geld zu verdienen. Immerhin arbeitet und schreibt die Band laufend an neuen Stücken und plant für nächstes Jahr die Veröffentlichung ihrer ersten EP. Derzeit gibt es nur einige Live-Videos von vergangenen Konzerten.

Konzerte zu spielen sei auch das, was PHERESE in erster Linie ausmachen würde. Da stehen derzeit einige geplante an, unter anderem sind die Jungs am 19. Mai 2017 im Jugendzentrum in Essen-Werden. Da kann sich jeder davon überzeugen, mit wieviel Herzblut Markus Leers seine Projekte angeht. Denn soviel sei verraten: „Vom Herzblut her würde ich sagen Musiker. Das ist das, was im Moment mit gespielten und angekündigten Gigs im Vordergrund steht“, so letztlich die Antwort auf meine oben genannte Frage. Und während dieser Antwort strahlt er dann doch erneut diese Leidenschaft und den Enthusiasmus für eine Sache aus. Wir sehen uns also in Essen. Pherese @ JUZ Werden in Essen, Germany

https://www.facebook.com/events/439504896386573

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Thomas Spitzer´s Prototyp zu einem neuen Strategiespiel im Ruhrgebiet (#1)

17855034_1084423398329996_3693821223667526519_o (1)„Komm, spielst du mit?“ – Da sagte ich natürlich nicht ´Nein´ – Thomas Spitzer lud mich auf den Ratinger Spieletagen dazu ein, an seinem aktuellen Prototypen mitzuspielen. Hervorgegangen aus einem früheren Projekt namens „Vom Alt zum Pils“ ist dieses Projekt, welchem nur noch das Thema gemein ist. Es geht um Bier. Und wie es für Thomas Spitzer bekannt ist, das Ruhrgebiet. Ursprünglich sollte es in diesem Prototypen darum gehen verschiedene Biersorten zu brauen – dies sollte geschehen durch das Erwirtschaften und Handeln von Rohstoffen wie Weizen, Hopfen und Wasser. In einer Sackgasse angelangt hat Thomas das ganze Spiel verworfen und aufbauend auf Mechanismen von Kohle & Kolonie noch einmal neu begonnen.

Während der Spieletage spielten wir eine Partie mit drei Teilnehmern: Thomas selbst, einem Freund von ihm und mir. Jeder Spieler führt ein Kombinat aus verschiedenen Kleinstbrauereien im frühen Ruhrgebiet an. Kleine, noch unabhängige Brauereien in Städten wie Witten, Hattingen, Herne, Bochum oder Essen stellen die Auswahl derer dar. Die Spieler kaufen diese als Quelle zum Geldeinnehmen, sie lassen sich aufwerten um noch mehr Geld zu erwirtschaften. Es lassen sich eigene Arbeiter einsetzen um in der Brauerei zu arbeiten oder die Brauereien lassen sich mit Dampfmaschinen aufrüsten. Im Laufe der Spielzeit werden die Kleinstbrauereien einer Stadt, wie in der historischen Realität, zu größeren Industrien zusammengelegt. In diesen Konsolidierungsphasen bieten die Spieler in Auktionen gegeneinander, um die Mehrheit in den neu entstandenen Brauereien zu erringen. Neu entstandene Brauereien, aufgewertete Industrien und errungene Biersorten bringen Siegpunkte.

Dan

17855566_1084423471663322_1001839505393195528_oIm derzeitigen Zustand, einer sehr frühen Version, ist die Nähe zu Kohle & Kolonie noch dermaßen präsent dass selbst Thomas sich immer wieder verhaspelt und „Brauerei“ mit „Zeche“ durcheinanderwirft – sehr charmant. Auch Großteile des restlichen Spieles erinnern massiv an Kohle & Kolonie. Ich möchte in den nächsten Wochen und in loser Reihenfolge gerne mal den ein oder anderen Blick auf das neue Projekt werfen und schauen wie es sich entwickelt. Weg von Kohle & Kolonie, vielleicht hin zu einem neuen Strategiekracher. Dann gibt’s auch mehr zu den Regeln und Mechaniken.

Eure Armut kotzt mich an!

umweltHalt Stopp, natürlich möchte ich jetzt nicht über arme oder geldbewusste Menschen herziehen. Mit diesem, durchaus provokanten Titel, möchte ich aber schon auf eine aktuelle Problematik aufmerksam machen: Die Gier nach der x-ten Rabatt-Aktion der großen Warenversandhändler und diese widerwertigen Schnäppchenschlachten – höchst asoziale Preise für unser liebstes Hobby. Sparsamkeit, die letztendlich genau die falschen trifft.

Wir alle sparen gerne Geld, wir sind froh wenn wir das ein oder andere Schnäpchen machen dürfen, wenn wir klug verhandeln, wenn wir im Brettspielladen um die Ecke wieder was günstiges mitnehmen dürfen. Jedes Angebot befriedigt das Belohnungssystem unseres Gehirnes. Billig einzukaufen lässt unser Gehirn Endorphine ausstoßen – körpereigene Glückshormone, die uns signalisieren dass wir glücklich haben zu seien sollen. Also nehmen wir die Schnapper gerne mit. Alles super also. Nirgends klappt das ganze jedoch so schnell und einfach wie im Internet, bequemer und fixer als im Geschäft – noch dazu hat nicht jeder eines in seiner Stadt. Das lange gesuchte Brettspiel für deutlich unter dem normalen Einkaufswert? Ab in den digitalen Warenkorb. Jeder Einkauf mit 20%, 30%, 40% Rabatt? Her damit. Und wieder wurde unser Glückshormon ausgeschüttet und wir nach einem stressigen Tag befriedigt. Was ist das für ein geiles Gefühl, wenn der Online-Händler mit Gutscheinen um sich schmeißt. Und wir als Käufer haben den ja mal voll abgezockt, weil wir so günstig wie nie bei ihm eingekauft haben. Weiterlesen „Eure Armut kotzt mich an!“

„absolut einzigartig!“ – Juma Al-Joujou über seine Crowdfunding-Kampagne zu Clans of Caledonia

Als ich mir vergangenes Jahr zu einem unschlagbar guten Preis „Arler Erde“ gebraucht über eine Facebook-Verkaufsgruppe gekauft habe, war mir gar nicht bewusst wer der Verkäufer war. Juma Al-Joujou, selbst Spieleautor und bekennender Liebhaber von komplexen strategischen Spielen, verkaufte mir diesen Klassiker in nahezu perfektem, fast ungespielten Zustand. Sein nächster Verkauf könnte tatsächlich ungespielt und OVP bei mir eintrudeln, zum Zeitpunkt unseres letzten Gespräches bereitete er nämlich die Crowdfunding-Kampagne für sein eigenes Wirtschaftsspiel „Clans of Caledonia“ vor – welche genau jetzt in diesem Moment bei Kickstarter online geht.   Weiterlesen „„absolut einzigartig!“ – Juma Al-Joujou über seine Crowdfunding-Kampagne zu Clans of Caledonia“