ReiseSpiele – SpieleReise

Essen-Busbahnhof-0Karin Janner von Spieltz.de hat gerufen, und alle strömen heran. Über ihre Internetseite und via Facebook hat sie zur Blogparade eingeladen. Passend zur Urlaubszeit sammelt sie Beiträge zum Thema „Reisespiele“ – klar dass ich auch eine Anekdote dazu beisteuern möchte – um verschiedene Arten der Reise soll es bei mir gehen. Meine Reisen führen mich immer über den Internationalen Busbahnhof in Essen/Ruhr.

Eine in der Summe rund 1000km lange Strecke bin ich nämlich jeden Monat unterwegs um meinen Herzensmenschen regelmäßig zu besuchen. Fernbeziehung sei Dank. Weiterlesen „ReiseSpiele – SpieleReise“

„Essen Spielt“ – Spielekultur trifft auf Industriekultur

Während anderswo am Samstag Mittag die Einkäufe für die kommende Woche erledigt werden, trifft man sich in Essen um zu Spielen. Der Fachhändler AllGames4You lud heute zu „Essen Spielt“ ein – eine von mehreren im Jahr stattfindenden Veranstaltungen im benachbarten kirchlichen Gemeindehaus in Essen-Überruhr, idyllisch gelegen an der Ruhr und im Schatten der ehem. Zeche Heinrich.

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Fiese Fragen

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„Das ist gemein, das ist eine fiese Frage“. Meg Griffin lacht. Dabei war die Frage die ich ihm anlässlich unseres Interviews auf den Ratinger Spieletagen vor einigen Wochen stellte, eine eigentlich recht simple. „Wenn du die Wahl hättest: Geld verdienen als Musiker oder als Spieleautor?“ wollte ich von ihm wissen. Man merkt ihm an wie hin- und hergerissen er ist. Eine Hin- und Hergerissenheit, welche sich scheinbar durch viele Ebenen zieht, und doch immer auf dem gleichen Boden aufbaut. Pures Engagement, Leidenschaft und Enthusiasmus, für alles was er anfängt.

Auf der einen Seite der Spieleautor, der den Prototypen seines Abenteuer/Heldenspiels Operation C seit Jahren immer wieder entwickelt und ausbaut, der hunderte Kilometer im Jahr reist um sein Spiel der Öffentlichkeit zu präsentieren und der auch nach stundenlangem Spielen immer noch die selbe kindliche Freude ausstrahlt, die Regeln zu erklären und über sein Spiel zu reden. Ein Brettspiel welches durch seine zahlreichen Anspielungen an Filme, Bücher und Videospiele aus Markus´s Kindheit eine spielgewordene Jugenderinnerung von ihm ist.

Und auf der anderen Seite die Rampensau, welche mit ihrem infernalischen Geschrei im Dienste der Death/Thrash-Metal-Band Pherese seit 2016 die Bühnen und Wände auch weit über ihre Lüdenscheider Heimat hinaus erzittern lässt. „Vom jetzigen Standpunkt aus würde ich sagen dass es in beiden Branchen schwer ist, Geld zu verdienen“, bleibt Markus realistisch. Eine realistische und zeitnahe Möglichkeit sein Brettspiel zu veröffentlichen sieht er genauso wenig wie die Möglichkeit, mit Musik Geld zu verdienen. Immerhin arbeitet und schreibt die Band laufend an neuen Stücken und plant für nächstes Jahr die Veröffentlichung ihrer ersten EP. Derzeit gibt es nur einige Live-Videos von vergangenen Konzerten.

Konzerte zu spielen sei auch das, was PHERESE in erster Linie ausmachen würde. Da stehen derzeit einige geplante an, unter anderem sind die Jungs am 19. Mai 2017 im Jugendzentrum in Essen-Werden. Da kann sich jeder davon überzeugen, mit wieviel Herzblut Markus Leers seine Projekte angeht. Denn soviel sei verraten: „Vom Herzblut her würde ich sagen Musiker. Das ist das, was im Moment mit gespielten und angekündigten Gigs im Vordergrund steht“, so letztlich die Antwort auf meine oben genannte Frage. Und während dieser Antwort strahlt er dann doch erneut diese Leidenschaft und den Enthusiasmus für eine Sache aus. Wir sehen uns also in Essen. Pherese @ JUZ Werden in Essen, Germany

https://www.facebook.com/events/439504896386573

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Bodenständig und hemdsärmelig – „Haspelknecht – The Ruhr Valley“-Erweiterung von Thomas Spitzer (Quined Games)


ruhrvalleyGenau wie ich trieb sich Oliver vom Blog bretterwelten.de auf den Ratinger Spieletagen am Tisch von Spieleautor Thomas Spitzer herum. Genau wie ich war er von Thomas´Schaffen begeistert und genau wie ich hat er sich dessen „Ruhrtal“-Erweiterung für den Haspelknecht noch vor Ort gekauft. Im Gegensatz zu mir hat er sich aber in Ratingen auf eine Partie der neuen Erweiterung mit dem Autor und Stefan aus den Niederlanden eingelassen – mit beiden spielte ich wiederrum eine Partie eines neuen Prototypen, welchen ich beizeiten noch kurz vorstellen werde. Umso schöner dass sich Oliver bereit erklärte,  ein paar Worte für die Neuerscheinung zu verfassen. Ich hab ja bereits zur Genüge  liebevoller Worte für den Haspelknecht gefunden.  
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Fantasy Encounter – ein Spieleversand mit gewissen Vorzügen trotzt Amazon & Co.

fantasyencounter„Die Niederländer sind meine besten Kunden“, sagt Holger Willert. Holger Willert ist Unternehmer aus Essen und wird deswegen auch in diesem Jahr wieder seinen Brett- und Rollenspiel-Handel Fantasy EnCounter auf der niederländischen Spielemesse Zuiderspel in Veldhoven vertreten. „Zum Glück ist der Großteil meiner Produkte englischsprachig und kann überall gespielt werden“. Weiterlesen „Fantasy Encounter – ein Spieleversand mit gewissen Vorzügen trotzt Amazon & Co.“

Leidensgeschichten – „Agricola“ von Uwe Rosenberg (Lookout Spiele) – ganz persönliche Eindrücke

20170221_235958„Ich hab Depressionen. Vor einigen Wochen hab ich mich selbst in die Tagesklinik einweisen lassen und werde nun mit einem Psychologen meine Therapie in Angriff nehmen“ – mein bester Freund, ein Überhaupt-nicht- und Noch-nie-Brettspieler hatte mich eiskalt mit diesen Worten erwischt. Seit einiger Zeit hatte er sich bereits zurückgezogen, das merkte ich zwar, aber natürlich dachte ich mir nix weiter dabei. Weiterlesen „Leidensgeschichten – „Agricola“ von Uwe Rosenberg (Lookout Spiele) – ganz persönliche Eindrücke“

Wer bin ich? Und wenn ja, wieviele?

20161225_152316Ich bin Markus. Als Kind wollte ich früher immer einen Beruf in Richtung Presse, Journalismus, Mediengestaltung einschlagen. Eine zu große Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Fleiß in der Schule und „kommst du heut´nicht, kommst du morgen“ machte diese Vorhaben jedoch zu nichte – ich arbeite heute statt „irgendwas mit Medien“ mehr so „irgendwas mit Lageristik“. Die Leidenschaft für´s Schreiben blieb jedoch bis heute bestehen. Ich schrieb in früheren Versuchen viel über Fußball, über Musik und ganz andere Themen.

Heute schreibe ich im Blog „Spielkinder.Essen“ über eines der anderen Dinge, die mich neben der Liebe zu Worten seit der Kindheit verfolgen: Die Liebe zu Brettspielen. Um alles wichtige über mich und diesen Blog zu klären habe ich endlich mal ohne viel zu überlegen den Bereich „über diesen Blog“ im Auswahlmenü befüllt. Nämlich hier:

„Les Poilus – Ist die Freundschaft stärker als Krieg?“ v. Juan Rodriguez u. Fabien Riffaud (Sweet November), Essen Kettwig zur Brücke – Spielevorstellung

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Was kannst und willst du für deine Mitmenschen tun? In welchen Fällen ist es „gut“, Moral über Bord zu werfen? Können sich deine Freunde bedingungslos auf dich verlassen?

Wie weit würdest du gehen um deine Freunde zu beschützen? Und was tun sie für dich?

Die Frage nach der Freundschaft ist eine, mit der sich das Kartenspiel „Les Poilus – Ist die Freundschaft stärker als der Krieg?“ befasst. Les Poilus war eines meiner ganz persönlichen Highlights von der diesjährigen Essener Spielemesse – nicht weil es ein spektakuläres Spiel darstellt, nein. Aber das Thema Krieg ist eines, welchen es sich in der Regel nur schwer zu nähern gilt. Zu leicht lässt es sich in eine stumpfe Zurschaustellung von kriegerischer „Die Guten gegen die Bösen“-Auseinandersetzung abgleiten. Diese Gefahr besteht bei Les Poilus nicht, die Spieleautoren Fabien Riffaud und Juan Rodriguez haben es geschafft, sich sehr behutsam einem brenzligen Thema zu nähern. Das finde ich bewundernswert.

Les Polius ist ein kooperatives Kartenspiel welches für 2 – 5 Spieler ausgelegt ist. Diese schlüpfen in die Rollen von fünf Soldaten des ersten Weltkrieges – Weiterlesen „„Les Poilus – Ist die Freundschaft stärker als Krieg?“ v. Juan Rodriguez u. Fabien Riffaud (Sweet November), Essen Kettwig zur Brücke – Spielevorstellung“

„Ein Spieleabend ist gut wenn er Spaß macht – egal wie“ – Nico Wichert (SpieletreffEssen) im Interview

p1050935-kopieEs gibt Zombiespiele für leidenschaftliche Verräter, Weltraumspiele für Familien, deprimierende Anti-Kriegsspiele oder kooperative Kinderspiele in denen es darum geht, einen Löwen zum Friseur zu begleiten während seine Mähne immer länger wird. Gesellschaftsspiele sind nicht mehr nur unterhaltsame Karten- und Würfelspiele.

Die Titel werden aktueller und die Themen zeitgemäßer, die Grafiken erfrischender und die Inhalte skuriler. Das Brettspiel begeistert somit immer mehr auch oftmals junge Nicht-Spieler. Diese finden über populäre Themen Zugang in die Welt des Gesellschaftsspiels. Zombies oder Lizenzspiele zu Filmen wie Star Wars gehen halt immer. „Jedes Spiel hat auch immer sein Zielpublikum und für jeden gibt es etwas, was ihm gefällt“, sagt Nico Wichert. Er studiert Technik und katholische Theologie auf Lehramt („Ja, das passt wunderbar zusammen“) an der Universität Duisburg/Essen, ist 25 Jahre alt und wenn man behauptet er spielt gerne, wäre dass eine maßlose Untertreibung.

Jeder der ab und zu auf Spieleveranstaltungen im Essener Umland, dem Essener Spieleherbst oder der Spielemesse unterwegs ist, kennt den „kleinen Mann mit Hut“ – er spielt leidenschaftlich und organisiert über das Portal „Spontacts.com sowie seiner Facebookseite „Gesellschaftsspieletreff“ Spieleabende für jeden.

Anlässlich seines „Vorweihnachtlichen Spieletreffs“ am 18. Dezember im Unperfekthaus hab ich mich zum Interview mit ihm getroffen um mehr über ihn, aber vorallem über seine Hobbies zu erfahren. Weiterlesen „„Ein Spieleabend ist gut wenn er Spaß macht – egal wie“ – Nico Wichert (SpieletreffEssen) im Interview“

„Cold Blood – Tod und Spiele“ v. Jarno Banas – Einmal zum Königsmörder werden – Prototypenvorstellung aus Essen

20161103_183756-kopieJa, ich gestehe: Ich bin ein Spießer. Neben meiner Leidenschaft für Brettspiele gehe ich einem stupiden Beruf nach welcher absolut nichts mit dem Spielen oder irgendeiner anderen kreativen Arbeit zu tun hat, ich mag meinen Sonntagabend-Krimi genauso wie ein gelegentliches Treffen bei Kaffee und Kuchen. Ich bin also absolut unaufregend, was mein Tagewerk angeht. Umso schöner traf es sich, dass ich mich mit Jarno Banas, seines Zeichens Autor eines Spieles, verabredet hatte, um all das irgendwie miteinander zu kombinieren – und wenn all dies aufeinander trifft, kann es am Ende tatsächlich doch aufregend werden. Weiterlesen „„Cold Blood – Tod und Spiele“ v. Jarno Banas – Einmal zum Königsmörder werden – Prototypenvorstellung aus Essen“